Die Eisen im Feuer

Die Eisen im Feuer - Bauwochenende für Gruppenleiter

Zwölf Leiterinnen und Leiter trafen sich am letzen September­wochenende bzw. ersten Oktober­wochenende zur Technik­ausbildung.

 

Technik beschreibt hier einfache, grobe handwerkliche Tätigkeit. Nach Pfadfindermanier werden tradi­tionelle Lagerbauten um­gesetzt. In der Regel werden Tische, Bänke und andere alltägliche Lagergebrauchs­gegen­stän­de aus unterschiedlichen Baumstäm­men unter Verwendung verschiedener Seil- und Bindetechniken (Knoten, Bünde und Stege) hergestellt.

bau2006-1Als besondere Herausforderung stand das Schmieden und Kupfertreiben auf dem Programm. Für manchen etwas völlig neues, für andere eine Fortführung des letzten Bauwochen­endes. Im letzten Jahr wurde die Eisenbearbeitung eingeführt und es entstand eine Feldesse, die nun zur Anwendung gebracht wurde. Unser Jungpfadfinder­arbeitskreis bot das Schmieden mit dieser Feldesse schon auf dem Bundes-Jungpfad­finder-Lager „Passwort blau“ an. Leider kamen die Jufis aus unserem Bistum bei dem großen Andrang nicht zum Zuge. Aus diesem Grunde wurde das sonst traditionell Schleswig-Holsteiner Bau­wochen­ende für Lei­ter aus dem ganzen Bistum geöffnet.

bau2006-7Zur pädagogischen Ziel­setzung gehört das Lernen von­ein­ander und der Raum eigene, neue Erfahrungen zu machen. Sinn ist es, ein Lernfeld für die Leiter zu bieten, bevor besonders abenteuer­pädagogische Elemente Nieder­schlag in der Gruppenarbeit finden.

Der Leitspruch der Pfadfinder „wagt es“, wird nicht als Aufruf zum Leichtsinn sondern zum Handeln und ausprobieren eigener Fähigkeiten verstanden.

Die Gruppenleiter erprobten sich und lernten Verantwortung abzuschätzen. Sicherer Umgang der Gruppenleiter mit Feuer, Feldesse und heißem Metal wurde trainiert. Es gehörte dazu, dass am Ende jeder etwas mit nach Hause nehmen kann. Kreuze, Schalen, Wurfäxte, Messer, Schwerter, Skulpturen und Leuchter entstanden. Nur Alexander K. aus Halstenbek ging leer aus, er überließ die beiden Schmiede­zangen, die er herstellte, unserer Schmiedeausrüstung, die jetzt in Dreilützow steht.

Vielen Dank dafür.

 

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Produktorientiertes Arbeiten förderte die Kooperation und das Selbstvertrauen. Das erfahren auch die Leiter, wenn sie an solch praxisorientierten Veranstaltungen teilnehmen.

Es gehört dazu, die Eignung des Mediums in Hinblick auf unterschiedliche Zielsetzungen von Gruppenarbeit zu bewerten und die Eignung für die unterschiedlichen Altersgruppen (Entwicklungsphasen) zu prüfen. In einem zweiten Schritt prüften die Leiter kritisch ihre persönliche Eignung und ihre Möglichkeiten der Anwendbarkeit des Erlernten in der Gruppenarbeit.

Es war auf jeden Fall ein spannendes, erfolgreiches und erfahrungsreiches Wochenende für alle Teilnehmer.

Wer Interesse an einer Wiederholung dieses Wochenendes oder einer Fortsetzung hat, melde sich bitte bei Roland Karner (roland.karner@dpsg-hamburg.de).

 
 
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